Theaterfestival - Der eingebildete Kranke von à peu prés Moliére
Datum der Veranstaltung
Mittwoch, den 15. Juli 2026 von 21 Uhr bis 22.15 Uhr.
Lassen Sie sich von der Magie des Theaters mitreißen - ein einzigartiges Stück, in dem sich Emotionen, Lachen und Gänsehaut vermischen, um Ihnen einen unvergesslichen Abend zu bescheren.
Jeder kennt Le Malade Imaginaire (Der eingebildete Kranke). Das letzte Stück von Molière, dieses Monument des klassischen Repertoires, dieser Text, den man in der Schule gelesen, im Theater gesehen und im Französischunterricht durchgenommen hat. Man glaubt zu wissen. Man glaubt, es verstanden zu haben. Und dann kommt die Blabla Compagnie - und alles, was man zu wissen glaubte, ist wie weggeblasen.
In einer von der Truppe selbst gezeichneten und von einer kollektiven Regie getragenen Adaption hält sich diese Version des Malade Imaginaire strikt an den Text von Molière und sprengt gleichzeitig fröhlich alles andere. Denn genau das ist das Besondere an Meisterwerken: Sie können immer wieder neu betrachtet werden, und jede neue Lesart enthüllt etwas, das man noch nicht gesehen hat.
Die Geschichte kennen Sie: Argan ist ein Hypochonder der ersten Stunde. Er liebt es, krank zu sein, so wie andere Sushi lieben. Seine Medikamente zu zählen, sein Herz, seine Leber, seinen Magen und sein Blut zu überwachen - das ist seine Leidenschaft, sein Alltag, sein Lebensinhalt. Bis zu dem Tag, an dem diese Obsession mit den Wünschen ihrer Tochter Angélique kollidiert, die unsterblich in den attraktiven Cléante verliebt ist, während Argan bereits alles geplant hat: Sie wird den faden Thomas heiraten, einen angehenden Arzt - um sich einen Hausarzt auf Lebenszeit zu sichern.
Die Blabla Compagnie hat aus diesem allseits bekannten Pitch eine getreue und zugleich absolut ungezwungene Version gemacht, die von Anne-Laure Doidy, Marc Granier, Nicole Granier, Marie-Claire Lemercier-Tocqueville und Laurence Valéra auf die Bühne gebracht wird - fünf Schauspieler, die mit Freude und Kühnheit fast alle Rollen übernehmen. Eine schillernde, überraschende Inszenierung, die aufrichtige Hommage und freien Ton miteinander verbindet, um dem Publikum einen ebenso kultivierten wie urkomischen Abend zu bieten.
Eine Aufführung, die einmal mehr beweist, dass Molière nicht gealtert ist - und dass die beste Art, ihm zu huldigen, immer noch darin besteht, ihn mit so viel Energie, Phantasie und Frechheit zum Leben zu erwecken.








